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Hubwagenberater – Das Portal rund um den Hubwagen

Der Hubwagen zählt im gewerblichen Bereich längst zu den Geräten, die praktisch überall wo größere Mengen an Material zur Handhabung kommen, einfach als selbstverständlich vorausgesetzt wird. Dabei gibt es den Handhubwagen mit hydraulischem Niederhub erst seit 1947, und obwohl natürlich in dieser Zeit zahlreiche Modifikationen vorgenommen wurden, hat sich das Grundprinzip erhalten.

Der Hubwagen zählt zu den Produkten, auf die zwei Worte treffend passen und sie damit zum Evergreen machen: einfach genial. Was einen Hubwagen im Detail ausmacht, erklären folgende Fragen und Antworten:

Ein freistehender Hubwagen ohne Ladung

Was für Hubwagen gibt es?

Den Anfang macht der Klassiker, der Handgabelhubwagen mit integrierter Hydraulik für das Anheben und absetzen von Lasten im Niederhub vorzugsweise auf Europaletten. Im Bereich der manuell zu bedienenden Hubwagen, die ohne elektrisch betriebene Hilfsmotoren arbeiten, finden sich:

Innerhalb dieser Kategorien verschiedener Hubwagen finden sich wiederum spezielle Modifikationen, die auf bestimmte Verwendungszwecke abgestimmt sind. So etwa:

Welche Funktionen besitzen die verschiedenen Hubwagen:

  • Handgabelhubwagen: Dient zur Aufnahme, dem Kurzstreckentransport und dem Absetzen von Euro- oder entsprechenden Einwegpaletten bis etwa 3000 kg, abhängig von der Bauart.
  • Gabelhubwagen mit integrierter Waage: Gleiches Prinzip wie Handgabelhubwagen, jedoch mit in der Gabel integrierten Wägezellen sowie Funktionsdisplay zur Messung des Gewichts der aufgenommenen Last und damit verbundenen Unterfunktionen (TARA, Zählwaage, Drucker etc.)
  • Scherenhubwagen: Mittels des integrierten Scherenhubs lassen sich Lasten auf eine Höhe von etwa 70 cm bis 80 cm anheben, was ungefähr Tischhöhe entspricht, wodurch der Scheren-Handgabelhubwagen neben dem Transport auch als Arbeitstisch dienen kann.
  • Hochhubwagen: Durch einen zusätzlichen Hubmast können mit diesem Gerät Ladungen auf 160 cm Höhe angehoben werden. Bei der Bauweise mit Teleskopmast beträgt die maximale Höhe 250 cm.

Was muss ich beim Kauf eines Hubwagens beachten?

Vor dem Erwerb eines Hubwagens ist es notwendig, eine Nutzen- und Funktionsanalyse durchzuführen. Dazu gehören beispielsweise die Fragen:

  1. Welche Lasten werden transportiert?
  2. Was für Paletten werden transportiert, was für eine Gabellänge wird also benötigt?
  3. Wie hoch ist das durchschnittliche und maximale Gewicht?
  4. Welche Ladehilfsmittel werden überwiegend genutzt?
  5. Wird ein Schnellhub benötigt?
  6. Kann mit einem entsprechenden Flurförderzeug (Bsp.: Wiegefunktion) ein Synergieeffekt erreicht werden?
  7. Sind die innerbetrieblichen Wege für die Nutzung eines Hubwagens geeignet?

Darüberhinaus lohnt es sich bei einem häufig verwendeten Flurförderzeug darauf zu achten, dass Material und Verarbeitung eine gute Qualität aufweisen, um eine entsprechend zuverlässige Funktionalität und eine hohe Lebensdauer zu erhalten.

Vorzüge hinsichtlich Umwelt, Arbeitsschutz und Ergonomie

Auch die innerbetrieblichen Arbeitswege müssen für selbstfahrende Flurförderzeuge hinsichtlich Bewegungsspielraum und Arbeitsschutz häufig modifiziert werden.

Bezüglich Umsetzung der menschlichen Arbeitskraft für den Kurzstreckentransport schwerer, palettierter Lasten, ohne den zusätzlichen Einsatz von Elektro- oder Verbrennungsmotoren, besteht zum Handgabelhubwagen keine Alternative.

Dieses Transportgeräte besitzt alle denkbaren Vorzüge innerhalb seines Arbeitsbereichs, sowohl hinsichtlich des Arbeitsprozesses, des Arbeitsschutzes und des Preis-Leistungs-Vergleichs.

Wie viel kostet ein Hubwagen?

Das ist einerseits abhängig von der Ausstattung und andrerseits von der Qualität. Inzwischen werden auf dem Markt Gabelhubwagen mit 3 t Tragkraft für unter 340 Euro angeboten. Diese Flurförderzeuge überwiegend asiatischer Herkunft müssen dem in Deutschland gültigen Produktsicherheitsgesetz entsprechen, also so konstruiert sein, dass für die Sicherheit und die Gesundheit von Personen in deren unmittelbaren Umgebung keine Gefahr besteht.

Dies wird durch die Anbringung des CE-Kennzeichens durch den Hersteller gewährleistet. Allerdings sagt dies nicht viel über die Güte der einzelnen Komponenten aus.

Im Gegensatz zu Produkten im Endkundenbereich, gibt es bei Hubwagen weit weniger Erfahrungsberichte, aus denen ein Fazit zur Anwendung in der Praxis bezüglich Lebensdauer oder Reparaturanfälligkeit gezogen werden könnte.

Qualität zahlt sich aus

Viele Unternehmen greifen aus guten Gründen auf bewährte Hersteller zurück, denn der Ausfall eines Flurförderzeugs kann erhebliche Verluste nach sich ziehen. Dieses Risiko lässt sich durch die Verwendung von Flurförderzeugen namhafter Hersteller vermeiden, wobei sich die Investitionskosten in einem durchaus annehmbaren Rahmen bewegen und im Verhältnis zum Nutzen die Mehrkosten absolut rechtfertigen.

So bietet etwa der Markenproduzent Jungheinrich einen Hubwagen ähnlicher Spezifikation mit 2,2 t Tragkraft zum Preis von 440 Euro an. Dies schließt aber auch die Servicedienstleistungen des Unternehmens mit ein, die durch einen reinen Zwischenhändler, der Produkte von Herstellern vertreibt, die weitgehend unbekannt und häufig auf einem anderen Kontinent angesiedelt sind, nicht geboten werden können.

Wo kann ich Hubwagen kaufen?

Der Fachhandel, Agrargenossenschaften und Baumärkte stellen die Möglichkeiten dar, einen Hubwagen direkt zu erwerben. Allerdings hält sich die Auswahl meist sehr in Grenzen. Verschiedene Hersteller bieten auf eigenen Webseiten im Internet ihre Produkte an, was wiederum die Auswahl auf eine Marke beschränkt.

Die größte Vielfalt zeigt sich in den verschiedenen Online-Portalen, die zudem einen übersichtlichen Vergleich hinsichtlich Preis, Qualität und Funktionalität zulassen.

Macht es Sinn, einen gebrauchten Hubwagen zu kaufen?

Im Prinzip nur dann, wenn das Angebot wirklich sehr günstig und der jeweilige Flurförderzeug voll funktionsfähig ist. Gebrauchte Flurförderzeuge unterliegen meist keiner Gewährleistung mehr und sind oft im Vergleich zu modernen Fahrzeugen in ihrer Funktionalität eingeschränkt.

Wie schnell wird ein Hubwagen geliefert?

Grundsätzlich werden Hubwagen aufgrund ihres Gewichts und ihrer Abmessungen als Frachtgut behandelt und infolgedessen nicht über Paketdienstleister (KEP) ausgeliefert.

Dementsprechend kann das im Paketversand übliche Verteilernetz mit nächtlichen Paketumschlägen und Zustellung am nächsten Tag nicht genutzt werden. Die Zustellung erfolgt meist mit entsprechenden Lkw innerhalb von 4 bis 7 Tagen, natürlich abhängig von der Verfügbarkeit.

Was für Alternativen gibt es zu Hubwagen?

Die Alternativen sind vielfältig, wobei sich immer die Frage stellt, ob sie den Erwartungen entsprechen können. So können Paletten auch mit elektrisch betriebenen Palettenhubwagen befördert werden oder mit einem Gabelstapler.

Diese Alternativen sind zum einen technisch aufwendiger und dadurch mit mehr Kosten und einem hohen Wartungsaufwand verbunden und benötigen weitaus mehr Platz. Das gilt sowohl für das Arbeitsgerät selbst, wie auch dessen Zubehör wie Ladegerät oder Wechselbatterie.

Hubwagen Nutzung

Weltweit sind nach Schätzungen etwa 500 Millionen sogenannte EPAL-Paletten in Umlauf, dazu kommen Hunderte Millionen von Paletten ähnlicher Bauweise.

Bis auf wenige Ausnahmen, etwa Schüttgüter, wird praktisch jedes Produkt irgendwann in seinem Lebenszyklus auf eine Palette gepackt und bewegt, mitunter durch einen Handhubwagen.

Viele arbeitstechnische Vorgänge im Handel, im Handwerk und vor allem in der Industrie sind ohne Flurförderzeuge nicht oder nur schwer durchführbar. Im gewerblichen, nichtadministrativen Arbeitsumfeld lautet die Frage von daher eher, welches Unternehmen auf Hubwagen verzichten kann.

Wie lang hält ein Hubwagen?

Ein guter Hubwagen eines namhaften Herstellers amortisiert sich üblicherweise allein durch seine Lebensdauer. Dass ein Hubwagen mehr als ein Jahrzehnt in einem Unternehmen klaglos seine Arbeit verrichtet, ist eher die Regel als die Ausnahme und es gibt Produzenten, die auf ihre Flurförderzeuge 20 Jahre Garantie geben. Durch die Tandembereifung der meisten Hubwagen sind auch die Gabelrollen der häufig als Ameise bezeichneten Handhubwagen langlebig.

Gibt es Vorschriften, wie man Mitarbeiter in den Gebrauch eines Hubwagens einweisen muss?

Ja, für jeden Mitarbeiter besteht eine Einweisungspflicht des Arbeitgebers an den Geräten und Maschinen, die von dem Mitarbeiter zur Ausübung seiner Tätigkeit verwendet werden.

Die Berufsgenossenschaften als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung verlangen hierzu einen entsprechenden Nachweis.

Ein Kommissionierer muss von einem Sachkundigen, von der Unternehmensleitung bestellten Mitarbeiter eingewiesen werden. Zu dieser Einweisung gehören die Erklärungen zu den Sicherheitseinrichtungen, und wie diese bedient werden sowie die sichere Handhabung in der Praxis.

Wie muss man einen Hubwagen pflegen?

Wie jedes Arbeitsgerät sollte auch der Hubwagen einer regelmäßigen Reinigung unterzogen werden, um etwa das Festsetzen von Staub und Schmutz in den beweglichen Teilen zu vermeiden, wobei die Konstruktion selbst eine enorm hohe Wartungsfreundlichkeit besitzt.

Üblicherweise werden in Betrieben mit mehreren Kommissionierern alle Geräte durch den jeweiligen Sicherheitsbeauftragten in regelmäßigen Abständen einer dokumentierten Funktionskontrolle unterzogen.

Im Gegensatz jedoch zu selbstfahrenden Flurförderzeugen, die nachweislich einmal jährlich zu prüfen sind, muss die Sicherheit und Funktionalität von Handhubwagen gegenüber Berufsgenossenschaften oder Arbeitsschutzbehörden nur auf deren ausdrückliches Verlangen bewiesen werden.

Was wiegt ein Hubwagen?

Ein durchschnittlicher Gabelhubwagen für den Transport von Europaletten (120 x 80 cm) wiegt etwa 60 kg. Je nach Art und Konstruktion kann dieser Durchschnitt unter- oder überschritten werden.

Ein Wiegehubwagen gleicher Länge bringt konstruktionsbedingt einiges mehr an Gewicht mit sich und liegt meist über der 100-kg-Marke. Ein Hochhubwagen mit einer Hubhöhe von 250 cm erreicht gut 270 kg Gewicht. Auch ein Scherenhubwagen bezahlt seine Vielfältigkeit mit einem höheren Gewicht von etwa 150 kg.

Wie viel kann ein Hubwagen tragen?

Üblicherweise ist die Obergrenze für die Nenntragfähigkeit eines Gabelhubwagen bei 3 Tonnen angesiedelt. 1,5 t bis 2,2 t sind der Durchschnitt. Die Tragfähigkeit variiert mit der Ausstattung und der Konstruktion.

EPAL-Europaletten besitzen eine maximale Lastfähigkeit von 2 t. Nach diesem Wert richten sich die meisten Hersteller von Gabelhubwagen.

Mit der Höhe, die mittels eines Hubwagens erreicht werden kann, sinkt die Nenntragfähigkeit. So beträgt sie bei einem Hochhubwagen mit Teleskopmast und einer Hubhöhe von 250 cm noch 1 t. Auch Scherenhubwagen mit einem Hubbereich von 70 bis 80 mm können noch mit bis zu 1 t belastet werden, wobei der Hersteller in der Regel bei allen Hubwagentypen eine Angabe bezüglich des Lastschwerpunktes in Form eines Diagramms macht, das üblicherweise in der Nähe des Typenschildes angebracht ist.

Was für Räder hat ein Hubwagen?

Moderne Flurförderzeuge besitzen entsprechend ihrer jeweiligen Tragfähigkeit entsprechend belastbare Räder beziehungsweise Rollen.

Bei der Lenkdeichsel wird von Rädern und bei den Zinken der Gabel von Rollen gesprochen.

Die Rollen, die die Hauptlast zu tragen haben, werden aus Polyamid, Polyurethan oder dem geschützten Material Vulkollan® gefertigt und sind häufig als Tandembereifung vorzufinden.

Die Räder der Lenkdeichsel können wiederum aus Polyamid oder Polyurethan beziehungsweise aus Vollgummi mit entsprechender Felge bestehen.

Eine besondere Bauart, die in gewisser Weise geländegängig ist, besitzt sogar Reifen mit Luftbereifung.

Wo kann man einen Hubwagen überall einsetzen?

Üblicherweise bewegen sich Hubwagen auf glatten, ebenen Industrieböden, die für entsprechende Belastungen geeignet sind. Inzwischen bieten verschiedene Hersteller auch Geländehubwagen mit entsprechend großen Rädern und weitem Radabstand für schwierigeres Gelände an.

Wo bekomme ich Ersatzteile für einen Hubwagen?

Ersatzteile können meist sowohl von den Herstellern bezogen werden als auch von entsprechenden Fachfirmen. Ein weiterer Vorteil von Flurförderzeugen gerade bekannter Hersteller ist deren durchgehend standardisierte Produktion mit Normteilen, egal ob es sich nun um Bestandteile der Hydraulik, der Bereifung oder der Mechanik handelt. Dementsprechend können benötigte Ersatzteile einfach identifiziert und nachbestellt werden.

Wer repariert einen Hubwagen?

Wenn der Hersteller oder der Händler, über den das Flurförderzeug erworben wurde, nicht selbst einen entsprechenden Service anbietet, kann ein defektes Gerät auch durch Firmen des Maschinenbaus repariert werden, die diese Möglichkeit anbieten. Unternehmen, die beispielsweise Landmaschinen wie Traktoren reparieren, sind durchaus in der Lage, auch Gabelhubwagen wieder funktionstüchtig zu machen.

Was für unterschiedliche Bezeichnungen gibt es für Hubwagen?

Je nachdem wo ein Hubwagen eingesetzt wird, finden sich für die normale Version des Gabelhubwagen viele unterschiedliche Bezeichnungen:

  • Hubwagen
  • Gabelhubwagen
  • Ameise
  • Palettenwagen
  • Handhubwagen

Für Hochhubwagen:

  • Handstapler (vor allem für manuelle Hochhubwagen)
  • Hochregalstapler (wird allerdings meist für Gabelstapler verwendet
  • Für Scherenhubwagen

  • Hubtische (was eigentlich nicht richtig ist, da es sich um eine andere Gattung handelt)