Skip to main content

Still Hubwagen

Die Still GmbH mit Sitz in Hamburg gehört zu den bekanntesten Herstellern von Flurförderzeugen, wie etwa Hubwagen, auf dem deutschen Markt. Das Geschäftsfeld der Firma hat sich seit seiner Gründung durch Hans Still im Jahr 1920 um eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen erweitert, wobei der Schwerpunkt die Lagertechnik und innerbetriebliche Logistik umfasst. Still als Teil der Kion-Group beschäftigt in Deutschland und den ausländischen Standorten unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Gordon Riske zusammen rund 10.000 Mitarbeiter mit einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro (2013).

Historie

Still Hubwagen

Still

Der ursprüngliche Zweck des neuen Unternehmens, eröffnet 1920 in der Hamburger Spaldingstrasse, war die Reparatur von Elektromotoren. Hans Still, über dessen sonstiges Leben vor der Gründung des Unternehmens praktisch nichts bekannt ist, außer das er bei der Firmengründung gerade einmal 22 Jahre alt war, hatte schnell Erfolg. Noch im Gründungsjahr begann Still mit der Entwicklung eigener Produkte wie der Lichtstation Matador. Dieser folgten in den weiteren Jahren vor allem tragbare Stromerzeuger. Das anfänglich inklusive Hans Still nur drei Personen umfassende Team der Firma wuchs erstaunlich schnell an. 1924 waren es bereits 20 Mitarbeiter und nach 15 weiteren Jahren, das Unternehmen war noch keine 20 Jahre alt, wurde der tausendste Mitarbeiter eingestellt.

Natürlich erfordert ein solches Wachstum entsprechende Räumlichkeiten, die schlussendlich 1932 in Hamburg-Billbrook gefunden waren. Noch heute befindet sich dort das Still-Stammhaus.

Bis in das Jahr 1948 bestand das Produktsortiment der Still GmbH hauptsächlich aus tragbaren Stromerzeugern. Erst im darauf folgenden Jahr, 1949, begann Still mit der Herstellung von Gabelstaplern. Drei Jahre später, 1952, starb Hans Still zusammen mit seiner Ehefrau bei einem Autounfall. Dies hatte zur Folge, dass das Unternehmen noch im Todesjahr des Gründers an die Firma Varta veräußert wurde. 1973 erfolgte die Übernahme durch die Linde AG. Im Jahr 2006 wurde die Linde Material Handling zusammen mit Still in die neu entstandene Kion-Gruppe ausgegliedert. Nach dem Börsengang der Kion-Group im Jahr 2013 zogen sich die damaligen Hauptaktionäre KKR & Goldmann Sachs zurück. Heute befindet sich die Kion AG und damit auch die Still GmbH sowie die Linde Material Handling GmbH, die keine Verbindung mehr zur Linde AG aufweist, im mehrheitlichen Streubesitz (über 60 %). Größter Einzelaktionär ist der chinesische Motorenhersteller Weichai mit 38,3 %.

Still heute

Das Produktportfolio von Still Hubwagen umfasst eine sehr große Palette elektrisch oder mit Gas beziehungsweise Diesel angetriebener Fahrzeuge. Das Sortiment an Handhubwagen hält sich bei Still jedoch in Grenzen. Dies kann dem Umstand geschuldet sein, das sich mit der Linde GmbH ein Hersteller im selben Haus, der Kion-Group, befindet, die ein etwas umfangreiches Sortiment an Handgabelhubwagen, Wiegehubwagen und Scherenhubwagen aufweist. Sicherlich ergeben sich unter den beiden Firmen auch entsprechende Synergien. Tatsächlich ist Still bezüglich seiner Popularität eher bei Frontgabelstaplern einzuordnen. Das bedeutet natürlich nicht, das die bestehende Modellpalette der Still Hubwagen bezüglich Material und Qualität vernachlässigt werden.
So bietet Still Handgabelhubwagen mit Traglasten von 1000 bis 2500 kg an sowie Ausführungen in Edelstahl oder als Scherenhubwagen. Jede dieser Modellvarianten in unterschiedlichen Spezifikationen.

Still ist ohne Frage eine Ikone der Flurförderzeuge in Deutschen Betrieben und in nicht wenigen Unternehmen werden die Fahrzeuge zumindest in sprachlicher Hinsicht wie Mitarbeiter behandelt. So wird etwa auf die Frage, wo denn der Hubwagen stehe, oft geantwortet: “der Still steht dahinten“. Aussagekräftiger geht es kaum.