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Hubwagen mit Motor

Natürlich erleichtert ein elektrischer Antrieb an einem Hubwagen die Bewegung von Lasten, wobei sich die Frage stellt, wie viel elektrischer Antrieb ist notwendig und welche Lösung stellt sich als wirtschaftlich und ergonomisch richtig dar? Der Handhubwagen, der mittels Muskelkraft bewegt wird, besitzt viele Vorteile wie den Platz sparende Einsatz in engen Verhältnissen sowie eine hohe Wartungsfreundlichkeit. Dem steht bei häufigem Einsatz unter schweren Paletten und dazu eventuell Steigungen oder Laderampen eine starke körperliche Belastung der Mitarbeiter gegenüber. Eine Lösung wäre das Umsteigen auf einen Deichselstapler, der jedoch in Bezug auf die Investition und die Wartungskosten nicht unbedingt dem Bedarf entspricht oder schlicht überdimensioniert ist und sich kaum amortisiert.

Eine weitere Möglichkeit ist der Hubwagen mit Motor, der aus den logistischen Erfahrungswerten heraus die meistgenutzten Komponenten von Deichselstapler und Hubwagen in sich vereint.

Was ist ein Hubwagen mit Motor?

Hubwagen mit Motor

Hubwagen mit Elektro Motor von Hanselifter

Während beim normalen Hubwagen sowohl das Anheben wie das Bewegen der Last über den körperlichen Einsatz des Fahrzeuglenkers und beim Deichselstapler beide Vorgänge durch den elektrischen Antrieb erfolgen, wird beim Hubwagen mit Antrieb nur die Bewegung unterstützt, nicht jedoch das Anheben der Last. Folglich benötigt der motorisierte Hubwagen wesentlich weniger Raum für Motor und Akku als der Deichselstapler und verändert so nur geringfügig seine Ausmaße, was wiederum die Einsatzfähigkeit in beengten Räumlichkeiten, etwa Ladepritschen von Lastwagen, ermöglicht. Zudem steigt das Gesamtgewicht des Hubwagens mit Motor nur unwesentlich. Ein weiterer Pluspunkt in Bezug auf seine Handlichkeit. Auch die Investition hält sich im Verhältnis zum Deichselstapler in Grenzen, sowohl bezüglich der Neuanschaffung wie auch der laufenden Kosten.

Dass beim Hubwagen mit Antrieb die Bewegung der Lasten und nicht das Anheben unterstützt wird, liegt daran, das hier der größere Bedarf besteht. Während für das Anheben einer Palette nur wenige Zentimeter über Bodenniveau ein paar Pumpbewegungen ausreichen, können sich innerbetriebliche Kurzstrecken zu einigen Kilometern summieren, die täglich zu bewältigen sind. Hinzu kommen Steigungen, Rampen und Ladebleche, die sich durch motorische Unterstützung leichter bewältigen lassen.

Die technischen Voraussetzungen

Aus Sicht der Berufsgenossenschaften wird aus einem Handhubwagen, sobald dieser mit einem Antriebsmotor ausgestattet ist, ein Mitgänger-Flurförderzeug. Das beinhaltet folgende zusätzliche Ausstattungsmerkmale:

  • Nottaster am Deichselkopf
  • Fußabweiser vor den Deichselrädern
  • Sicherung gegen unbefugtes Benutzen
  • Betriebsbremse und Feststellbremse

Die Hersteller, wie etwa die Fa. Pfaff, sind mit ihren Produkten natürlich auf die Anforderungen der BG eingestellt. Für den Unternehmer bedeutet die heraufgestufte Einordnung eine nachgewiesene jährliche Überprüfung des Flurförderzeuges auf seine Funktionstauglichkeit und Sicherheit durch eine entsprechende Fachkraft sowie strengere Regeln bezüglich Einweisung und Nutzung des Hubwagens mit Motor durch das Personal.

Lohnt sich ein Hubwagen mit Antrieb?

Hier muss eine Abwägung getroffen werden, die die entsprechenden Faktoren mit einbezieht. Dazu gehören die Umschlagshäufigkeit schwerer Lasten, die summierte durchschnittliche Wegstrecke und Besonderheiten in der Wegeführung wie Rampen, Steigungen, Ladepritschen und Verengungen. Daraus lässt sich ein Belastungsdiagramm erstellen, das Aufschluss darüber geben kann, ob ein Hubwagen mit oder ohne Motor oder auch ein Deichselstapler die richtige Lösung ist.

Letztlich kann sich daraus unter Umständen ein Bild ergeben, das aufzeigt, das die Folgen eines länger dauernden Einsatzes eines Hubwagens ohne Motor in Bezug auf den Arbeitsschutz und die Performance für das Unternehmen wesentlich kostenintensiver sind als die Investition in einen Hubwagen mit Motor.