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Hubwagen mit Anfahrhilfe

Der Anfang ist immer das Schwerste. Dieser meist sinnbildlich verwendete Spruch kann im Bezug auf die Bewegung von Hubwagen durchaus wörtlich genommen werden. Je nachdem, wie hoch das Gewicht der Palette ist, die es zu befördern gilt, verändert sich der notwendige Kraftaufwand, um aus einer ruhenden Masse eine bewegte Masse zu machen. Dazu kommt der Bodenbelag und der Rollwiderstand der Räder und Rollen.

Hubwagen mit Anfahrhilfe

Hubwagen mit Anfahrhilfe

Hierbei können durchaus 40 kg und mehr notwendig sein, die mittels Körpereinsatz aufgewendet werden müssen, um beispielsweise 2 t in Bewegung zu setzen. Für die Mitarbeiter in Logistikzentren, Versandabteilungen oder Wareneingangsbereichen des Handels, der Industrie und auch des Handwerks bedeutet dies mitunter eine hohe körperliche Belastung.

Dabei handelt es sich tatsächlich nur um diesen kurzen Moment zwischen dem Stillstand und dem Anrollen der Räder, der sich durch eine hohe Belastung auszeichnet. Mit einer entsprechenden Anfahrhilfe am Hubwagen kann dieser sogenannte Ruhepunkt mit weit weniger Kraftanstrengung überwunden werden.

Was ist ein Hubwagen mit Anfahrhilfe?

Bei dieser zusätzlichen Einrichtung an einem Hubwagen handelt es sich um eine reine Mechanik, für deren Bewegung das Pumpen der Deichsel zum Anheben der Last genutzt wird. Das zentrale Element der Anfahrhilfe ist ein gebogenes Hebelgestänge, das einerseits am unteren Punkt der Deichsel über ein Kniegelenk befestigt ist und am anderen Ende zwischen den Doppelrädern mit einem dort montierten Zahnrad in Verbindung steht. In dem Hebelgestänge befindet sich gegenüber dem Zahnrad ein arretierbarer Zahngreifer, der bei Bedarf das Zahnrad bewegt. Am Lenkergriff der Deichsel befindet sich ein Hebel, der über einen Seilzug mit dem Zahngreifer im Hebelgestänge verbunden ist.

Wird nun die Anfahrhilfe benötigt, betätigt der Hubwagennutzer bei senkrechter Stellung der Deichsel den Hebel, der den Zahngreifer im Zahnrad arretiert. Wird nun die Deichsel herunter gedrückt, wirkt über das Hebelgestänge eine Kraft auf das Zahnrad und setzt so die Doppelrollen des Hubwagens in Bewegung. Durch den langen Hebel der Deichsel und des Hebelgestänges entsteht eine Übersetzung, die den Kraftaufwand zur Bewegung des Hubwagens auf etwa 1/3 reduziert. Dabei genügt es, dass das Zahnrad die Räder nur zu etwa einem Drittel ihres Gesamtumfangs bewegt. Auf diese Weise kann der Ruhepunkt genauso überwunden werden wie auch kleine Schwellen oder Absätze.

Wo werden Hubwagen mit Anfahrhilfe benötigt?

Wenn in einem Unternehmen die maximale Traglast des Hubwagens des Öfteren ausgereizt wird, stellt der Hubwagen mit Anfahrhilfe für die Mitarbeiter eine spürbare Erleichterung dar. Der bei Hubwagen allgemein geringe Wartungsaufwand verändert sich mit der Zusatzeinrichtung Anfahrhilfe nur minimal und auch die Anschaffungskosten eines Hubwagens mit Anfahrhilfe fällt kaum ins Gewicht, die Gesundheit der Mitarbeiter hingegen schon.