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Hubwagen entlüften

Im Grunde ist ein Hubwagen ein sehr wartungsfreundliches Flurförderzeug und zeichnet sich sowohl durch ein robustes Wesen wie auch eine anspruchslose Einsatzfähigkeit aus. Der Aufwand etwa für Betriebsstoffe wie Schmier- oder Hydrauliköl tendiert nahezu bei Null, trotzdem kann es zu Funktionsstörungen kommen, etwa dann, wenn sich im Hydrauliksystem Luft befindet, die dort nicht hingehört. Die Folge davon ist in der Regel, dass das Anheben der Gabel nicht mehr oder nur noch teilweise gelingt. Dies ist meist durch eine unsachgemäße Handhabung begründet, etwa dann, wenn der Hubwagen in extreme Schräglage kam oder sogar auf die Seite gekippt wurde, aus welchen Gründen auch immer.

Hubwagen entlüften

Ratgeber ArtikelIm einfachsten Fall lässt sich dieses Problem dadurch lösen, indem Sie den Hubwagen entlüften, ihn also in seine normale Position bringen und den Handhebel am Deichsellenker auf „Senken“ stellen, wo er je nach Modell (Federzugmechanik) festgehalten wird. Dabei erfolgt gleichzeitig das mehrmalige Pumpen der Deichsel. Auf diese Weise entweicht die überschüssige Luft aus dem Hydraulikkolben und der Hubwagen ist wieder einsatzbereit.

Kontrolle des Hydrauliköls

Mit dem Entlüften sollte aber auch gleichzeitig eine Kontrolle der Hydraulikflüssigkeit durchgeführt werden. Stark verunreinigtes Öl oder ein zu niedriger Ölstand können genauso Fehlfunktionen verursachen wie beispielsweise das unvollständige Anheben der Gabeln oder auch das unbeabsichtigte Absenken der Gabeln. Je nach Aufbau des Hydrauliksystems erfolgt die Kontrolle über ein am Pumpengehäuse befindlichen Schauglas oder durch Aufschrauben des Öleinfüllstutzens. Dieser befindet sich üblicherweise oben auf dem Pumpengehäuse, das gleichzeitig aus Platzgründen den Zylinder für den Pumpenkolben beherbergt. Bei der Kontrolle über ein Schauglas muss dieses vollständig mit Öl ausgefüllt sein, es darf sich keine Luftblase zeigen oder ein Luftanteil im oberen Rand. Wird der Ölstutzen geöffnet, sollte das Hydrauliköl bis zum Gewinderand stehen. Das Öl selbst sollte klar sein, wobei es je nach verwendeter Marke eine blaue, rote, braune oder auch grüne Einfärbung besitzen kann.

Wenn es notwendig ist, Öl nachzufüllen, dann immer nur das in der Betriebsanleitung des Herstellers angegebene Öl verwenden oder zumindest eines, das dessen Spezifikation entspricht.

Nur Fachpersonal für tiefer gehende Arbeiten

Auch ein Ölwechsel kann unter Umständen notwendig sein, etwa dann, wenn das Öl starke Eintrübungen aufweist, allerdings ist dies nicht selten ein Zeichen dafür, dass das Hydrauliksystem beschädigt ist, etwa durch nicht mehr zuverlässig schließende Dichtungen.

Dies ist der Punkt, wo sich entsprechend ausgebildetes Fachpersonal der Angelegenheit annehmen sollte. Während jede Person einen Hubwagen entlüften sowie die Kontrolle und das Nachfüllen des Hydrauliköls übernehmen kann, sind tiefere Eingriffe in das Hydrauliksystem genauso wie in die Hebemechanik des Hubwagens bei entsprechend ausgebildeten Mechanikern in besseren Händen.

Dies ist meist nicht nur eine Vorgabe des Herstellers, sondern gleichermaßen ein Teil der Verordnungen der Berufsgenossenschaften zum sicheren Umgang mit Flurförderzeugen. Unsachgemäß gewartete oder reparierte Hubwagen können im Betrieb eine erhebliche Gefahr darstellen.



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