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BT Hubwagen

In Bezug auf die Logistik kann der schwedische Hersteller BT durchaus zu den Urgesteinen der Fertigung von Hubwagen gezählt werden. BT war das erste Unternehmen in Europa, das zusammen mit der schwedischen Staatsbahn eine genormte Palette auf den Weg brachte, aus der letztlich die Europalette entstand. Heute ist BT ein Bestandteil der Toyota-Forklifts, des weltgrößten Herstellers von Hubwagen. Die europäische Zentrale des Unternehmens findet sich im schwedischen Miölby. Allein in Deutschland sind über 12.600 Mitarbeiter an 8 Standorten beschäftigt.

Historie

BT Hubwagen

BT

Ivan Lundquist war einer der Mitbegründer des Schwedischen Unternehmen BT, das im Jahr 1946 aus der Taufe gehoben wurde. Lundquist war es auch, der den ersten eigenen BT Hubwagen im Jahr 1948 entwickelte. Obwohl das mechanische Prinzip des Handhubwagens zu dieser Zeit bereits bekannt und auch patentiert war, zeichnen BT und Lundquist dafür verantwortlich, das der Gabelhubwagen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die große Popularität erreichte, die das Flurförderzeug zum wohl beliebtesten und zuverlässigsten Arbeitsgerät in der Logistik macht. Dazu gehört ebenso, das BT zusammen mit der schwedischen Staatsbahn im Jahr 1949 eine genormte Palette entwickelte, die mit ihren Grundmaßen von 800 x 1200 mm zur Euronormpalette wurde, einem heute mit rund 500 Millionen Stück weltweit verbreiteten Ladungsträger.

BT baut bis 1958 seine Produktion von Flurförderzeugen in Schweden aus und beginnt mit dem Export seiner Produkte. Bereits zwei Jahre später werden 50 % der in Schweden gefertigten BT-Flurförderzeuge in anderen europäischen Ländern wie auch weltweit vertrieben. Im gleichen Jahr erfolgt die Zusammenarbeit mit dem Bereich Flugzeugbau des SAAB Konzerns in der Fertigung von Hydraulik-Komponenten.

In den folgenden Jahrzehnten zeichnet sich BT sowohl durch neue innovative Produkte in der Logistik wie auch durch ein starkes Wachstum aus. So wird im Jahr 1968 in Mjölby eine zweite Produktionslinie aufgebaut und der Bereich autonomer, elektrisch angetriebener Flurförderzeuge ausgebaut. Im Jahr 1988 übernimmt BT den kanadischen Hersteller Lift-Rite. Neun Jahre später folgt diesem Zukauf die Übernahme des US-Unternehmens Raymond und wiederum zwei Jahre später, 1999, kommt die italienische CESAB unter das Dach der BT. Zu diesem Zeitpunkt war BT bereits in 70 Ländern weltweit mit seinen Produkten vertreten. Gleichermaßen bestand zwischen der BT Industries und dem japanischen Konzern Toyota bereits eine intensive Zusammenarbeit. 2001 übernimmt Toyota die Aktienmehrheit von BT-Industries und steigt so zum weltweit größten Hersteller von Flurförderzeugen auf. Im Jahr 2006 wurden BT-Industries und die Toyota Lagertechnik unter der Bezeichnung Toyota Material Handling Corporation vereint.

BT heute

Obwohl BT ein fest integrierter Bestandteil des Toyota-Konzerns ist, besitzt das Unternehmen nach wie vor eine hohe Selbstständigkeit und genauso eine sehr starke Markenrepräsentanz der BT Flurförderzeuge in Europa. Das Unternehmen zeigt sich in der Außendarstellung als ein eigenständig agierender Betrieb, der nicht nur im Bereich der Handhubwagen, Scherenhubwagen und Hochhubwagen unter der Marke BT Flurförderzeuge fertigt und vertreibt.

Der Mutterkonzern Toyota ist sich der Wirkung bekannter und bewährter Marken bewusst. So könnten BT Hubwagen mit der Automarke Lexus verglichen werden. Diese ist ebenfalls eine Tochter von Toyota, die hochwertige Fahrzeuge des oberen Preissegments herstellt.